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Elektrofahrzeug vor einer Wallbox in einer modernen Garage

Wallboxen & E-Mobilität

Laden zu Hause – richtig abgesichert und angemeldet

Eine Wallbox ist schnell an die Wand geschraubt. Entscheidend ist, was dahinter passiert: Zuleitung, Absicherung, Fehlerstromschutz und die Abstimmung mit dem Netzbetreiber.

Einführung

Ladeeinrichtungen belasten den Hausanschluss über Stunden mit hoher Dauerlast – anders als fast jeder andere Verbraucher im Haushalt. Deshalb reicht es nicht, einen freien Platz in der Verteilung zu finden. Zuleitungsquerschnitt, Schutzorgane und die vorhandene Anschlussleistung müssen zusammenpassen.

Dazu kommt die rechtliche Seite: Ladeeinrichtungen sind beim Netzbetreiber anzumelden, ab 12 kW sogar genehmigungspflichtig. Und seit der Neuregelung des §14a EnWG müssen neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen für den Netzbetreiber steuerbar sein – im Gegenzug gelten reduzierte Netzentgelte.

Leistungsumfang

Was wir konkret übernehmen

Planung des Ladepunkts

  • Aufnahme der vorhandenen Anschlussleistung
  • Festlegung von Standort und Ladeleistung
  • Leitungsweg und Querschnittsberechnung
  • Prüfung, ob der Zählerschrank angepasst werden muss

Zuleitung und Absicherung

  • Separater Stromkreis ausschließlich für die Ladeeinrichtung
  • Leitungsschutz passend zur Ladeleistung
  • Fehlerstromschutz Typ A mit DC-Fehlerstromerkennung oder Typ B
  • Überspannungsschutz, soweit erforderlich
  • Verlegung im Erdreich oder als Aufputzinstallation bei größeren Entfernungen

11 kW und 22 kW Ladepunkte

Für den Hausgebrauch sind 11 kW in den meisten Fällen die sinnvolle Wahl: Sie laden ein Fahrzeug über Nacht vollständig und sind lediglich anmeldepflichtig. 22 kW benötigen die Zustimmung des Netzbetreibers und sind vor allem dort sinnvoll, wo mehrere Fahrzeuge schnell geladen werden müssen.

  • Anmeldung von Ladeeinrichtungen beim Netzbetreiber
  • Genehmigungsverfahren ab 12 kW Anschlussleistung
  • Auswahl geeigneter Ladeeinrichtungen

Lastmanagement

  • Statisches Lastmanagement mit fester Leistungsbegrenzung
  • Dynamisches Lastmanagement mit Messung am Hausanschluss
  • Verteilung der verfügbaren Leistung auf mehrere Ladepunkte
  • Schutz vor Überlastung des Hausanschlusses

PV-Überschussladen

  • Messung des Einspeiseüberschusses
  • Stufenweises oder stufenloses Nachführen der Ladeleistung
  • Priorisierung gegenüber Speicher und Wärmepumpe
  • Einbindung in ein übergeordnetes Energiemanagement

Inbetriebnahme und Dokumentation

  • Prüfung nach DIN VDE 0100-600
  • Funktionsprüfung mit dem Fahrzeug
  • Konfiguration von Lastmanagement und Zugangsschutz
  • Einweisung und Übergabe der Unterlagen

Typische Kundenprojekte

So sieht das in der Praxis aus

Wallbox am Einfamilienhaus

Ladepunkt mit 11 kW an der Garagenwand, separater Stromkreis ab der Unterverteilung und Anmeldung beim Netzbetreiber.

Zwei Ladepunkte mit Lastmanagement

Zwei Fahrzeuge an einem Hausanschluss, dynamisches Lastmanagement mit Messung am Anschlusspunkt.

Wallbox mit vorhandener PV-Anlage

Nachrüstung eines Ladepunkts mit Überschussladen, abgestimmt auf Wechselrichter und Speicher.

Stellplätze im Mehrparteienhaus

Vorbereitung der Infrastruktur für mehrere Stellplätze mit zentraler Messung und späterer Erweiterbarkeit.

Zwei Ladepunkte und Batteriespeicher an einer Gebäudewand
Monteur bei der Inbetriebnahme einer Wallbox

Technische Möglichkeiten

Normen, Schnittstellen, Technik

  • Ladeeinrichtungen nach DIN VDE 0100-722
  • Fehlerstromschutz mit DC-Fehlerstromerkennung
  • Anmeldung bzw. Genehmigung nach §19 NAV
  • Steuerbarkeit nach §14a EnWG
  • Dynamisches Lastmanagement am Hausanschluss
  • Erdkabelverlegung zu Garage oder Carport

Ihre Vorteile

Was Sie davon haben

Dauerlast sicher beherrscht

Ein eigener, korrekt dimensionierter Stromkreis verhindert, dass stundenlanges Laden die Installation an ihre Grenze bringt.

Netzkonform von Anfang an

Anmeldung, Genehmigung und Steuerbarkeit nach §14a EnWG erledigen wir mit – Sie müssen sich darum nicht kümmern.

Vorbereitet für den zweiten Ladepunkt

Wir legen Leitung und Verteilung so aus, dass eine Erweiterung später ohne Neuverlegung möglich bleibt.

Projektablauf

In fünf Schritten zur fertigen Anlage

  1. 01

    Anfrage

    Sie schildern Ihr Vorhaben – telefonisch, per WhatsApp oder über den Projektanfrage-Assistenten. Je konkreter die Angaben, desto schneller die erste Einschätzung.

  2. 02

    Beratung

    Wir sehen uns die Gegebenheiten vor Ort an: Zählerplatz, Leitungswege, Bausubstanz und Ihre Nutzungswünsche. Daraus entsteht ein realistischer Lösungsvorschlag.

  3. 03

    Planung und Angebot

    Sie erhalten ein nachvollziehbares Angebot mit klar beschriebenem Leistungsumfang. Erforderliche Anmeldungen beim Netzbetreiber planen wir mit ein.

  4. 04

    Fachgerechte Ausführung

    Die Ausführung erfolgt nach den anerkannten Regeln der Technik und den einschlägigen VDE-Normen – mit abgestimmten Terminen und sauberer Baustelle.

  5. 05

    Prüfung und Übergabe

    Vor der Übergabe wird gemessen und geprüft. Sie erhalten Prüfprotokoll, Dokumentation und eine Einweisung in Ihre Anlage.

Häufige Fragen

Fragen zu Wallboxen & E-Mobilität

Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – eine kurze Rückfrage ist uns lieber als eine Fehlplanung.

11 kW oder 22 kW – was ist sinnvoller?

Für Privathaushalte reichen 11 kW fast immer aus: Damit ist ein Fahrzeug über Nacht vollständig geladen, und es genügt eine Anmeldung beim Netzbetreiber. 22 kW sind genehmigungspflichtig und lohnen sich vor allem, wenn mehrere Fahrzeuge in kurzer Zeit geladen werden müssen.

Was bedeutet §14a EnWG konkret für mich?

Neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen – dazu zählen Wallboxen über 4,2 kW – müssen so angeschlossen werden, dass der Netzbetreiber die Leistung im Bedarfsfall vorübergehend reduzieren kann. Im Gegenzug erhalten Sie reduzierte Netzentgelte. Wir berücksichtigen die erforderliche Steuerungstechnik bei der Installation.

Kann ich meine Wallbox mit Solarstrom laden?

Ja, wenn Wallbox, Wechselrichter und Energiemanagement zusammenpassen. Die Ladeleistung wird dann dem Einspeiseüberschuss nachgeführt. Welche Kombination funktioniert, klären wir vor der Auswahl der Komponenten.

Wie weit darf die Wallbox von der Verteilung entfernt sein?

Technisch sind auch größere Entfernungen möglich, sie beeinflussen jedoch den erforderlichen Leitungsquerschnitt und damit die Kosten. Bei Wegen über das Grundstück kommt eine Erdverlegung hinzu. Die Entfernung ist deshalb eine der ersten Angaben, die wir für ein Angebot brauchen.

Wallboxen & E-Mobilität in Bayreuth und Umgebung

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